Lebenslauf

Ganz kurz berichtet,
das Belanglose verdichtet.
Kein Fühlen besprochen,
nur Fakten erbrochen.
Auf Lügen nicht verzichtet,
Ich vergessen; Ich erdichtet.
Auf nur zwei Seiten gezwängt,
zu viel von allem verdrängt.
Über mich spricht er nicht,
zeigt keine Falte im Gesicht.
Ist mir nicht verpflichtet
und hat mich doch gerichtet.

Kurze Reise

Wenn der Stein über das Wasser schnellt,
hinterlässt er diese magischen Ringe
und für Momente,
von Sprung zu Sprung,
sind sie das Maß aller Dinge.
Augenblicke später ist da nichts mehr,
nur flüchtig vom Leben berührt
zogen sie ihre Kreise,
schnell wie sie kamen, geh’ n sie dahin
und schon im Anfang ruhte das Ende der Reise.


Liebesgedicht

Mit Dornen umfing ich
den Rosenstrauch,
ein Seidentuch verfing sich, während 
der Winter in den Zweigen lauscht.

Ein Hauch von Schnee bedeckt die Blume,
mir tut das Herz so weh,
während ich die Liebe suche,
die ich in einer letzten Knospe seh.

Wo jenes rot noch schimmert,
in dem mein Fühlen lebt,
da meine Kälte wimmert
und mich die Rose doch erträgt.

An ihre Dornen schmiegt sich,
mein Glück und mein Verstand,
dass dieser Rosenstock nicht bricht,
an dem ich Ruh und Frieden fand.
 

Bin ich ein Clown...?

Bin ich ein Clown, ein Harlekin,
ein kleiner Junge in zu großen Schuhen?
Ich bin in mir so gut versteckt,
fast lohnt es nicht nach mir zu suchen.

Ich trage eine Maske wie die zweite Haut
und doch zeigt sie mein erstes, wahres Leben. 
Das Ritual zu überleben, es ist mir vertraut,
jubelnd kann im Spiegel ich mich jammern sehen.

Setz ich sie auf, kommt es heraus,
es bricht aus mir hervor, das was der Alltag zähmt.
Wenn dieses Maskenspiel mich auch berauscht,
am Ende ist es Narretei, die jenes Kind in mir verhöhnt.

Ich bin ein Wanderer zwischen zwei Welten,
die Grenzen fließend und nicht abgesteckt.
Am Tag als ich den letzten Schlagbaum fällte,
hab ich den Schelm der weint, in mir geweckt.

Der sucht was er nicht finden kann.
Weil er nicht weiß was er denn wirklich sucht
und damit hat er Jahr um Jahr vertan.
Jede Maske, die dabei entstand, hat später er verflucht.

Was verbirgt das zweite Gesicht
oder was zeigt es mir?
Bin ich verklagt vor eigenem Gericht?
Dann ist es ein Prozess, den ich am Ende doch verlier.

Streif ich die Maske ab, bleibt nur ein Teil von dem,
was ich gerne bin, 
Ich bin ein Clown, ein Harlekin, ein großes Kind.
Ich weiß, dass dieses Possenspiel an jedem Tag von vorn beginnt.